v.l.: SPD-Ortsvorsitzender Martin Kreutz, Heinrich Kaiser, Franz Windirsch, AK-Sprecher Rainer Pasta und Dieter Gipser Bonhoeffer-Ausstellung kehrt ins Labertal zurück – Lob vom Bischof
Nach dem die Bonhoeffer-Ausstellung am 17. Mai in Geiselhöring ihren Anfang nahm und über Straubing, Neufahrn, Schierling und Rottenburg bis nach Kelheim und Abensberg wanderte, kehrt sie nun nach acht Wochen ins Labertal zurück. Zusammen mit den evangelischen Kirchengemeinden organisierte der SPD-Arbeitskreis Labertal und die angeschlossenen SPD-Ortsvereine diese eindrucksvolle Wanderausstellung, die inzwischen weit über die Region hinaus bekannt geworden ist. Nach einem evangelischen Gottesdienst in der Krankenhauskapelle um 18 Uhr wird MdL Hans-Joachim Werner, Vorsitzender des Petitionsausschusses des Bayerischen Landtags und Vorsitzender des Arbeitskreises „Eingaben und Beschwerden“ der SPD- Landtagsfraktion, die Ausstellung eröffnen.
„Am 18. Juli wird die Bonhoeffer-Ausstellung nun für zwei Wochen in der Klinik Mallersdorf ausgestellt und bietet allen, die bisher keine Gelegenheit dazu hatten, die Möglichkeit sich mit dem Leben und Wirken des evangelischen Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer auseinander zu setzen“ stellt Rainer Pasta, Sprecher des AK Labertal beim letzten Vorbereitungstreffen mit dem SPD-Ortsverein Mallersdorf-Pfaffenberg fest. „Warum, werden wir immer wieder gefragt, veranstaltet gerade die SPD eine Bonhoeffer-Ausstellung. Warum erinnert sie gerade an den bürgerlichen Widerstand, hat denn nicht die Arbeiterbewegung den Hauptanteil am Widerstand gegen die Nazis und am Blutzoll geleistet“, so Pasta weiter. Die eindeutige und klare Antwort darauf gab vor wenigen Tagen der SPD-Ortsvorsitzende Franz Peter Sichler bei der Ausstellungseröffnung in Kelheim: „Ja, das stimmt alles , aber die Widerstandskämpfer haben im Konzentrationslager eines erkannt: Durch die Einigkeit aller demokratischen Kräfte wäre uns das 3. Reich erspart geblieben. Sie haben sich damals geschworen durch die Gemeinsamkeit aller demokratischen Kräfte eine wehrhafte Demokratie, einen demokratischen Rechtsstaat zu schaffen. Mit dieser Ausstellung wollen wir einen kleinen Beitrag zu dieser politischen Kultur leisten“.
Martin Kreutz, SPD-Ortsvorsitzender in Mallersdorf-Pfaffenberg und sein Organisationsteam freuen sich schon auf die Ausstellung, die in der Klinik Mallersdorf nicht nur den dort verweilenden Patienten, sondern der ganzen Bevölkerung und vor allem den Schulen diesen „bewundernswerten und vorbildlichen Menschen“ nahe bringen wird. Nach dem selbst Bischof Gerhard Ludwig Müller die Ausstellung durch seinen Vortrag in Schierling und mit den Worten „Durch ‚Ihre’ Bonhoeffer-Wochen schenken Sie den suchenden Menschen jeder Generation eine erlebbare Glaubensgemeinschaft mit dem christlichen Theologen und Märtyrer Dietrich Bonhoeffer. Ich danke Ihnen und allen Verantwortlichen für das ansprechende Programm!“, würdigte, werden hoffentlich auch in Mallersdorf viele Menschen diese Gelegenheit nutzen, um dem Menschen Dietrich Bonhoeffer zu begegnen.
Auf Einladung des Straubinger Abgeordneten Reinhold Perlak wird die Ausstellung in Mallersdorf, nach einem evangelischen Gottesdienst in der Krankenhauskapelle, MdL Hans-Joachim Werner, Vorsitzender des Petitionsausschusses des Bayerischen Landtags und Vorsitzender des Arbeitskreises „Eingaben und Beschwerden“ der SPD- Landtagsfraktion, eröffnen. Die Bevölkerung ist dazu und zum Besuch der Ausstellung während der Besuchszeiten herzlich eingeladen. „Nach dem Bischof Müller uns allen mit den Worten ‚All das Gute, dass Sie im SPD-Ortsverein und in der evangelischen Kirchengemeinde bewirken, möge Ihnen der Herr vergelten!’ schon mit vielen Vorschusslorbeeren bedachte, werden wir in den nächsten Tagen noch versuchen, die zwei Ausstellungswochen mit Leben zu füllen und die eine oder andere Veranstaltung einflechten“, versprach Ortsvorsitzender Martin Kreutz.
Die Bonhoeffer-Wochen finden am 16. Oktober 2010 um 14.00 Uhr in der Kreuzkirche Geiselhöring ihre Fortsetzung und am 19. November 2010 um 19.30 Uhr bei einem Konzert mit Siegfried Fietz in der Dreieinigkeitskirche in Rottenburg a.d. Laaber ihren Abschluss.