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Ehrenvoller Abschied von Dieter Gipser

Veröffentlicht am 27.08.2012 in Ortsverein

Mit dem früheren Kreis- und Marktgemeinderat Dieter Gipser verstarb am 19. August 2012 nach einer schweren Krankheit einer der profiliertesten Kommunalpolitiker des Labertales. Er war auch Motor der Partnerschaften mit Paderno del Grappa sowie Jedlicze. Eine große Trauergemeinde nahm daher am vergangenen Freitagmittag Abschied von Dieter Gipser. In der Pfarrkirche St. Peter in Pfaffenberg zelebrierte Pfarrer Andreas Zwölfer den Gedenkgottesdienst im evangelischen Ritus. Vor dem Altarraum hatten die Fahnenträger des Partnerschaftsvereins, der Gemeinde Paderno del Grappa, des TV Mallersdorf und des VdK-Ortsverbandes Aufstellung genommen.

Die Trauerfeier wurde umrahmt vom Kirchenchor aus Pfaffenberg, der zu Beginn das sehr erhebende „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ darbot. Pfarrer Zwölfer schilderte den Lebensweg des Verstorbenen, der am 14. März 1941 in Selb begann. Nach der Schule machte er eine Ausbildung zum Maschinenbauer und kam 1968 beruflich bedingt nach Pfaffenberg. Aus seiner ersten Ehe stammen die beiden Töchter Sandra und Heike. 1989 schloss Dieter Gipser mit Brigitte Schobesberger den Bund der Ehe. In seiner neuen Gemeinde wirkte er bald darauf in politischen Ämtern. Dieter Gipser war nach den Worten von Pfarrer Zwölfer aber nicht nur sozialpolitisch tätig, sondern war bewusst ein evangelischer Christ. Glaube und Leben waren für ihn keine Gegensätze und wir sollten Gott dankbar sein dafür, dass wir mit ihm leben durften, sagte der Pfarrer.

Noch in der Kirche erfolgten die Traueransprachen. 1. Bürgermeister Karl Wellenhofer betonte als erster Redner, dass der Markt Mallersdorf-Pfaffenberg mit großer Dankbarkeit Abschied nimmt. Er zeichnete die kommunalpolitische Laufbahn des Verstorbenen nach, der schon 1972 in den Marktgemeinderat und zugleich in den Kreistag gewählt wurde. Bis Juni 2005, so lange wie bisher noch keiner, gehörte er dem Marktrat an und sein besonderer Einsatz galt der Jugend und den älteren Leuten. Dieter Gipser hatte viele Ehrenämter. Seine große Leidenschaft in den letzten 25 Jahren war die Partnerschaft mit Paderno del Grappa und Jedlicze. Für seine Arbeit als Präsident erhielt er nach seinem Ausscheiden den Markttaler. Für die italienische Partnergemeinde Paderno del Grappe nahmen 2. Bürgermeister Davide Michelon und Übersetzerin Daniela Andriatte Abschied. Sie überbrachten den Angehörigen die Anteilnahme der gesamten Gemeinde und hoben den Enthusiasmus hervor, mit dem Dieter Gipser sich für diese Partnerschaft eingesetzt hat. Es schmerzt sehr, einen solchen Freund zu verlieren, der immer da war, betonte die Dolmetscherin, die mit einem „Grazie Dieter“ ihre Ansprache schloss.

Stellvertretender Landrat Josef Laumer hob die langjährige Arbeit im Kreistag Straubing-Bogen hervor und meinte „Wir verlieren einen langjährigen Streiter für die Menschen, der den Landkreis über viele Jahre aktiv mitgestaltet hat“. Er war ein Mann, der seine Meinung offen kundtat und hat stets vorbildliche Arbeit geleistet.

Marktgemeinderat und Ortsvorsitzender Martin Kreutz verabschiedete sich für die SPD von ihrem langjährigen Vorsitzenden, der über 50 Jahre den Sozialdemokraten angehörte. Er würdige die Bereitschaft von Dieter Gipser für andere da zu sein. Für seine Arbeit erhielt Gipser viele Auszeichnungen, darunter die sehr seltene Willi-Brandt-Medaille. Dieter Gipser, so Martin Kreutz, hat die SPD im Labertal über Jahrzehnte geprägt.

Präsident Josef Bauer vom Partnerschaftsverein betonte in seiner Ansprache, dass der Verstorbene die Partnerschaft mit den zwei Gemeinden in Italien und Polen zu seinem Lebenswerk gemacht hat. Die Krönung seiner Arbeit war die Verleihung der Ehrenfahne des Europarates. Viele Besuche, Jubiläen usw. hat er organisiert und über viele Jahre die Partnerschaft geprägt.

Für den VdK sprach Resie Bittner einen letzten Abschiedsgruß und nannte Dieter Gipser einen liebenswerten langjährigen Begleiter des Vorstandes.

Auf Wunsch des Verstorbenen wurde auf Kränze verzichtet, und zwar zugunsten von Spenden für die Deutsche Krebshilfe. Im der Aussegnungshalle des Brünnlfriedhofes nahmen die Trauergäste ,darunter viele ehemalige politische Weggefährten endgültig Abschied von einem Mann, dessen Engagement für die Heimat über Parteigrenzen hinweg anerkannt war. Unter den Gästen war auch der frühere Bürgermeister von Paderno, Ehrenbürger Giovanni Vido.

(Text von Alois Lederer)

 

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