Unterbezirksvorsitzender Martin Panten, MdL Reinhold Perlak und Landtagsvizepräsident Franz Maget
Sommerempfang des SPD-Unterbezirks mit Landtags-Vize Maget
Den Schwung des Landesparteitags der bayerischen SPD im Rücken feierte der SPD-Unterbezirk Straubing am Mittwochabend in der Gaststätte „Das Karmeliten“ seinen Sommerempfang. Neben MdL Reinhold Perlak schwor MdL Franz Maget aus München, Vizepräsident des Bayerischen Landtags, die Genossen in seiner oft von Applaus unterbrochenen Rede wortgewaltig auf ein gerechteres Bayern ein.
Maget lobte Perlak als einen tüchtigen Repräsentanten Niederbayerns und Straubings im Landtag. Er bedankte sich bei allen ehrenamtlich Tätigen: „Ohne ehrenamtliches Engagement in den Parteien würde es in unserem Land keine Demokratie geben.“ Bayern genieße Wohlstand. Wie dieser Wohlstand gerecht zu verteilen ist, sei die große Kunst, sagte Maget und gab seine Vorstellungen davon kund. Dass Menschen, die 40 Stunden die Woche arbeiten, noch Anspruch beim Sozialamt hätten, sei unanständig. Maget plädierte daher für faire Gehälter und faire Renten.
Die Einführung der Kopfpauschale durch die Hintertür mit einheitlichen Beiträgen für alle ziehe ein unsoziales und unsolidarisches Gesundheitssystem nach sich, bezog der Vizepräsident Stellung. Die Verlängerung der Laufzeiten von Atomreaktoren führe in eine Sackgasse und schneide den Weg für erneuerbare Energien ab.
Weiter sprach sich Maget für den Erhalt der Gewerbesteuer und dafür aus, die wichtigsten Dinge der öffentlichen Daseinsvorsorge wie Trinkwasserversorgung und öffentlicher Personennahverkehr in öffentlicher Verantwortung zu lassen. Gerechtere Bildungschancen mit längerer gemeinsamer Schulzeit und Ausbau der Kinderbetreuung waren weitere Forderungen des Vizepräsidenten. Die Finanzkrise führte Maget auf einen Verlust der Wertmaßstäbe zurück. Es sei höchste Zeit, wieder ein soziales und solidarisches Gesellschaftsbild zu entwickeln. Über die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich sprach MdL Reinhold Perlak In Bayern fielen 6,4 Prozent des Gesamtvermögens auf 50 Prozent der Haushalte. Die Gerechtigkeit bleibe auf der Strecke. Die alte SPD-Forderung nach sozialer Gerechtigkeit sei heute so modern wie damals, betonte Perlak, der sich trotz der Tagung des Bayerischen Städtetags Zeit für den Sommerempfang genommen hatte.
Eingangs hatte Unterbezirksvorsitzender Martin Panten an das Motto des Landesparteitags der bayerischen SPD in Landshut vergangenes Wochenende erinnert: „Wegen Umbau geöffnet.“ Es sei ein Erneuerungsprozess in Gang. Panten: „Diesen Schwung müssen wir aufrecht erhalten.“ Das Ziel laute mehr soziale Gerechtigkeit und Solidarität in der Gesellschaft. „Das ungleiche Duo“ des Anton-Bruckner-Gymnasiums umrahmte den Sommerempfang musikalisch mit jazzigen Klängen.