
Ehepaar Ackerl (re.), Franz Graf (3.v.re) Madlen Melzer, Marktrat Kreutz sowie Gandorfer Enkel Burghard Gandorf
Ein Blumengebinde für den Revolutionär
SPÖ Vorsitzender von Oberösterreich, Josef Ackerl, gedenkt Ludwig Gandorfer.
Der stellvertretende Landeshauptmann und SPÖ- Vorsitzende, Josef Ackerl, und seine Frau Veronika verweilten am vergangenen Samstag im Labertal. Ackerl bestritt am Abend die Rede zum traditionellen 3- Königs- Treffen der Labertaler SPD in Schierling zum Thema „Rot bewegt seit 150 Jahren. Unsere Grundwerte - der Kompass für die Zukunft“. In diesem Zusammenhang lies es sich das Ehepaar Ackerl nicht nehmen, die sozialdemokratische Keimzelle der Revolution 1918 im Labertal, den Zollhof in Pfaffenberg und das Grab des Revolutionärs Ludwig Gandorfer zu besuchen. Der erblindete Bauernsohn aus Pfaffenberg schritt Arm in Arm mit Kurt Eisner den Revolutionären voran. Sein Bruder Karl, ebenfalls auf dem Zollhof in Pfaffenberg zuhause, unterstützte die Idee seines Bruders und führte sie nach dessen mysteriösen Unfalltod bis 1932 als Abgeordneter im Bayerischen Landtag weiter. Karl Gandorfer starb 1932, kurz vor der Machtergreifung der Nazis 1933. Er hatte schon früh vor den Nationalsozialisten gewarnt und diese stets bekämpft. „In ehrendem Gedenken“ steht auf der weiß- roten Schleife des Blumengebindes, das der Vorsitzende der SPÖ ÖO und Vertreter des SPD- Ortsvereins und des AK Labertal niederlegten. Anschließend lud Burkhard Gandorfer, ein Enkel von Karl Gandorfer, die Gäste zu einem kurzen Besuch in den Zollhof ein.
