
Peer Steinbück führte am . Dezember in einer Redepassage zwölf Alternativen auf, die wir hier dokumentieren.
Der Kanzlerkandidat wandte sich gegen den „rücksichtslosen Egoismus“. Er sieht eine „Sehnsucht in unserer Gesellschaft (…) nach mehr Gerechtigkeit, Maß und Mitte“. Er sagte: „Deutschland braucht wieder mehr ‚wir‘ und weniger ‚ich‘!“ Er will „die Bundestagswahl zu einer Auseinandersetzung über die Gesellschaftspolitik mit der CDU/CSU machen“
Hier dokumentieren wir die zwölf Alternativen:
Statt einer Lohnuntergrenze ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn.
Statt Lohndruck und Flucht aus Tarifverträgen - faire Löhne für gute Arbeit und Stärkung der Tarifbindungen.
Statt Lebensleistungsrente mit 1 oder € über die Grundsicherung hinaus - eine armutsfeste Solidarrente.
Statt € Pflege-Bahr - eine bessere Pflege für alle.
Statt einfach nur Praxisgebühr weg - Zweiklassensystem im Gesundheitswesen weg.
Statt Flexiquote - Frauenquote.
Statt Betreuungsgeld -Ausbau von Ganztagesstätten und Ganztagsgrundschulen.
Statt früh selektierende Schulsysteme - mehr Durchlässigkeit und Förderung.
Statt reparierendem Sozialstaat mit nachlaufenden Kosten - lieber einen vorsorgenden Sozialstaat, der in die Befähigung der Menschen hinein investiert.
Statt Ehegattensplitting, das die Erwerbstätigkeit von Frauen eher behindert - ein Steuersystem, das den bunten Lebensentwürfen in unserer Gesellschaft entspricht.
Statt Kapitulation vor dem Erpressungspotenzial von Finanzmärkten - eine rigidere Regulierung und Aufsicht von Finanzmärkten.
Und schließlich: Statt Leisetreterei im Umgang mit Steuerbetrug und Steuerhinterziehung - kein Pardon mit Steuersündern!