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Die Deutsche Bahn – ein Wirtschafts- und Zukunftsunternehmen

Veröffentlicht am 14.10.2012 in Regionalpolitik

Auf dem Foto sind von links zu sehen: Robert Gewies, Anja König, Franz Pell, Rolf Haucke, Gerhard Wick, Maria Haucke, Dr. Verena Brunschweiger, Wolfgang Mürdter.

Die Landshuter SPD besichtigte das Bahnhofsgebäude und das Stellwerk

Was bietet der Landshuter Bahnhof und können sich auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen ohne Schwierigkeiten bewegen? Wie funktioniert die technische Bedienung der Gleise? Was bewegt die Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG und kann sich die Politik für effektivere Transportwege auf den Schienen einbringen? Um all diese Fragen beantwortet zu bekommen, trafen sich Mitglieder des Vorstandes und der Fraktion der Landshuter SPD mit dem Betriebsratsvorsitzenden der DB-Netz AG Franz Pell zu einem Rundgang und einer anschließenden Gesprächsrunde auf dem Landshuter Bahnhofsgelände.

Schon beim Treffen am Eingang des Bahnhofes fielen den Anwesenden zwei Sicherheitsleute auf. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass es sich hierbei um Mitarbeiter der Deutschen Bahn handelt, die sporadisch vor Ort präsent sind. Die Reisenden können sich so sicherer fühlen.
Das eigentliche Geschäft eines Bahnhofes, das Schaltergeschäft mit dem Verkauf von Fahrkarten, sei laut Franz Pell in den letzten Jahren immer mehr in den Hintergrund gerückt. Dies ist auch an der Anordnung der Verkaufsflächen im Landshuter Bahnhof zu erkennen. Vordergründig wird für das leibliche Wohl gesorgt mit Subway, der Bäckerei Müller und yourma`s. Im Presse und Buch – Laden können sich die vielen Pendler und Reisenden mit Lektüre aller Art eindecken. Das Reisezentrum dagegen liegt ganz hinten und dient eher der Reiseberatung, Fahrkarten würden heute eher am Automaten gelöst, so Pell weiter.
Die SPD-Vorsitzende Anja König interessierte sich vor allem für die Sanitäranlagen. Diese liegen nicht im Verantwortungsbereich der DB. Auf dem Bahnhofsgelände gibt es öffentliche Toiletten, die von der Stadt Landshut zur Verfügung gestellt werden. Gegen ein Entgelt von 50 Cent können diese rund um die Uhr benutzt werden. Bahnbedienstete säubern die Sanitäranlagen einmal täglich, was aber sichtlich nicht ausreichen könne, stellte König fest. „Wir werden einen entsprechenden Hinweis an die Stadt geben und falls nötig einen Antrag stellen.“, reagierte Stadträtin Maria Haucke auf diese Feststellung hin.
Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen haben es in Landshut leichter als auf vielen anderen Bahnhöfen. Es wurde bereits viel getan auf diesem Gebiet. Barrierefrei kommt man in den Bahnhof und ohne Begleitung auch bis zum Hauptstreckenbahngleis mit einem Fahrstuhl. Um auf die anderen Gleise zum Beispiel mit dem Rollstuhl zu gelangen, begleiten Angestellte der DB betroffene Menschen über die ebenerdigen Gleisübergänge. Alle Bahnsteige seien mit speziellen Leitstreifen und Markierungen für Sehbehinderte ausgestattet. Diese Ausstattung sei schon sehr vorbildlich, stellte Stadtrat Robert Gewies fest, aber es gäbe immer Verbesserungsmöglichkeiten. So könne beispielsweise auch für die anderen Bahnsteige ein Fahrstuhl eingebaut werden, damit auch diese von älteren und schwächeren Mitmenschen für die Beförderung schwerer Koffer genutzt werden könnten. Hier sei für die Zukunft bereits eine entsprechende Erweiterung in Planung, konnte Franz Pell berichten.
Im Stellwerk diskutierten die Genossinnen und Genossen mit Mitarbeitern, die vom Schreibtisch aus die Fahrten der Züge und Gleiseinstellungen auf einer elektronischen Schalttafel überwachen. „Als das Stellwerk vor 30 Jahren in Betrieb genommen wurde, war es das modernste in ganz Europa“, berichtet der Betriebsratsvorsitzende der DB Netz AG Franz Pell stolz. Die weltweit 300.000 Mitarbeiter des DB Konzerns arbeiten 39 Stunden in der Woche und werden nach dem Beschäftigungssicherungstarifvertrag beschäftigt.
Der zweigleisige Ausbau der Strecken in Niederbayern war ein vordergründiges Thema bei der weiteren Diskussion. Die Münchener Strecke sei ein Nadelöhr. Die S-Bahnstrecke Neufahrn-München sollte um ein 3. Gleis erweitert werden, optimal seien 4 Gleise, um eine bessere Koordinierung und Auslastung des Schienenverkehrs zu gewährleisten. Es stellte sich auch die Frage nach dem Umweltschutz. Mehr Lastkraftverkehr auf die Schiene verlagern, gibt dies die Kapazität überhaupt her? Pell beantwortete dies klar mit einem „Ja!“, es seien zwar in der vergangenen Zeit die Grenzen teilweise erreicht gewesen, doch ist auch ein leichter Rückgang zu verzeichnen. „Geht es der Wirtschaft gut, dann geht es auch der Deutschen Bahn gut und umgekehrt.“, hieß es am Ende.

 

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